Sakramente



 

Ein Sakrament ist das äusserlich gewirkte Zeichen eines innerlich erlebbaren Heilsvollzugs.

Es wird in einer rituellen Handlung mit materiellen Medium (Wasser, Brot, Wein, Öl) und einem rituellen Text gespendet. Der eigentliche Spender ist Jesus Christus, in dessen Stellvertretung nach unserem Verständnis die Bischöfe und Priester wirken. Im Auftrag des Bischofs kann die Taufe auch von Diakonen und Diakoninnen gespendet werden.
Wie alle katholischen Kirchen, kennt auch die christkatholische 7 Sakramente:

 

1. Taufe 
Bekenntnis zu Christus 
2. Firmung 
Gottes Heiliger Geist will in uns wirken 
3. Abendmahl  
Kommunion, Gedächtnismahl von Tod und Auferstehung, eingesetzt durch Jesus 
4. Busse 
Jesus sagt uns die Vergebung der Sünden zu 
5. Krankensalbung 
Verweist auf die Krankenheilungen von Jesus und seinen Auftrag an uns. 
7. Ehe 
Gott hat die Gemeinschaft von Frau und Mann gesegnet 

 

Busse

Viele Menschen werden stark belastet durch Schuldgefühle oder wirkliche Schuld. Gespräch und Lossprechung im Namen Jesu Christi sollen befreiend und lösend wirken. Das Sakrament der Busse wurde lange Zeit missbräulich angewendet. Angstmache vor der Hölle und Manipulation durch Schuldgefühle wirken noch heute in vielen Menschen traumatisierend nach. Dieses Sakrament verweist aber vielmehr auf die erlösende Zusage von Jesus, dass uns Menschen unsere Sünden erlassen werden, wenn wir innerlich umkehren, d.h. bereuen und uns der Liebe zuwenden. 


Krankensalbung

Das Sakrament der Krankensalbung soll einen kranken Menschen in erster Linie bei der Genesung (körperlich, seelisch und geistig) unterstützen. Leider hat dieses wunderbare Sakrament unter der Vorstellung der ‚letzten Ölung’ oder als ‚Sterbesakrament’ eine Verkürzung erfahren. Neben Gebet, Handauflegung und Ölsalbung kann das begleitende Gespräch helfen, psychosomatische Ursachen, wie ungelöste emotionale Konflikte, aufzudecken und zu lösen.